DAS SCHICKSAL IST… MANCHMAL AUCH EIN RETTER!

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Wie ihr ja von meinem Post „Das Schicksal ist wirklich ein mieser Verräter“ wisst, kann das Leben manchmal wirklich heftig zuschlagen. Und man selber ist einfach machtlos. Manchmal allerdings ist es so, als sitze da oben jemand der uns wie Marionetten in eine andere Richtung lenkt. Ich denke jeder von uns kennt diese Momente im Leben, in denen es sich zu entscheiden gilt. Ob es dabei ein richtig oder falsch gibt? Ich weiß es nicht. Und nein ich rede hier nicht von „Was ziehe ich morgen an“ Entscheidungen. Obwohl. Genau solche derart primitive Entscheidungen wie ein Platzwechsel, ein plötzlicher Termin oder ein unbändiger, auf der Stelle zu stillender Durst, können uns manchmal das Leben retten. Ich hatte das schon oft. Ein unbekannter Faktor X tritt  in unserem Leben dazwischen und verändert unseren natürlichen Kausalverlauf.

DIE SICH NICHT ÖFFNENDE TRINKFLASCHE

Vor kurzem kaufte ich kurz vor der Fahrt nachhause eine Packung Getränke. Diese Plastikflaschen. Obwohl man mir es vielleicht nicht zutrauen würde, aber ich kriege eigentlich immer jede Flasche auf. An diesem Tag allerdings nicht. Sie wollte und wollte nicht aufgehen so sehr ich daran versuchte zu drehen. Ergebnis: Wunde Hände und Gemütszustand kurz vor der Explosion. 15min später funktionierte es einwandfrei. Ich sagte zu mir selbst: „Warum nicht gleich so?!“ und fuhr los. Zuhause erfuhr ich, dass wäre ich 15min früher losgefahren wäre ich eventuell in einen schweren Unfall verwickelt worden. Die Flasche hatte mir sozusagen mein Leben gerettet.

DER PLATZWECHSEL

Vor kurzem erzählte mir jemand von dem Amoklauf in Winnenden. Zwei Freundinnen die, diese Klasse besuchten saßen immer hinten in der letzten Reihe. Einen Tag vor dem Amoklauf wollte die eine am nächsten Tag unbedingt in der ersten Reihe sitzen. Die andere aber nicht. Sie redete aber soviel auf sie ein, bis sie einwilligte. Alle Schüler in der letzten Reihe wurden erschossen. Die vorderen überlebten.

DER PLÖTZLICHE TERMIN

Eine Frau die an diesem Tag mit der Germanwingsmaschine, welche später über den französischen Alpen abstürtzte, fliegen sollte, bekam kurzfristig einen weiteren Termin in Barcelona rein und musste ihren Flug canceln. Sie überlebte. 150 Menschen kamen ums Leben.

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Wenn ich über all‘ diese Storys nachdenke, kriege ich jedes Mal Gänsehaut. Manchmal ist es uns einfach nicht so bewusst wie sehr Leben und Tod zusammenhängen. Und was eine ANDERE Entscheidung bewirken kann. Seit her denke ich viel mehr darüber nach was ich mache, bevor ich es mache. Können wir unser Schicksal beeinflussen? Ich denke JEIN. Wie heißt es schließlich so schön? It takes two to tango. Das Schicksal braucht uns, und wir brauchen das Schicksal um zu tanzen. Wer allerdings die Richtung und damit den ersten Schritt macht, ob wir aus dem Takt kommen oder das Schicksal uns auf den Fuß tritt, ja, dass steht wohl in den Sternen.

Hattet ihr auch schon Mal so eine Erfahrung?

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7 Comments

  1. April 5, 2017 / 6:55 pm

    Ich glaube nicht an Schicksal. Das Leben ist für mich eine Verkettung von Unständen und Zufällen. Die aber, egal ob man sie nun Schicksal oder Zufall nennt, können durchaus über Leben und Tod entscheiden. Jede Entscheidung, sei sie noch so klein, beeinflusst/formt/lenkt unser Leben.

    Schön, dass die Flasche an dem Tag nicht so wollte wie du 🙂

    Liebe Grüße,
    Filiz

  2. April 5, 2017 / 7:04 pm

    Ein sehr guter Beitrag! So spontan fällt mir gerade keine konkrete Situation ein aber ich hab im Kopf dass mir das schon öfter mal passiert ist und ichglaube noch immer dass es dann doch immer wieder sas Schicksal ist das alleine entscheidet! Zb bei der Frau mit dem Termin: Ihre Zeit war eben noch nicht zu Ende und deswegen hat das Schicksal
    mit einem einfachen Termin zugeschlagen! Aber du hast recht: wir brauchen das Schicksal und das Schicksal braucht uns-man sichert sich hier gegenseitig das „Überleben“!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

  3. April 5, 2017 / 7:15 pm

    Ich glaube auch nicht unbedingt an das Schicksal, denn das würde für mich im Umkehrschluss bedeuten, dass ich keinen freien Willen habe… Aber es gibt wohl immer Momente, in denen es um Leben und Tod geht und all diese Geschichten haben auch mich nicht kalt gelassen…

  4. April 5, 2017 / 8:22 pm

    Wow diese geschichten haben wirklich Gänsehauteffekt. Es gibt so viele Zufälle, Schicksal oder was auch immer es sein mag – jedenfalls ist da etwas. Die Geschichten regen zum Nachdenken an.

  5. April 5, 2017 / 8:51 pm

    Hallo,
    ein schöner Beitrag. Macht sehr nachdenklich. Ich glaube ja schon an Schicksal, Fügung – oder wie man es nennen mag …
    Liebe Grüße, Lisa

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